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Trapez Architektur

Gymnasium Kronwerk in Rendsburg

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12.12.2013
Neubau eines Naturwissenschaftlichen Unterrichtszentrums

Aufgrund der steigenden Schülerzahlen wurde die Erweiterung  des Gymnasiums Kronwerk um einen Fachtrakt für die naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächer und eine Umstrukturierung im Bestand notwendig.

Das räumliche Konzept des Neubaus ist das „Offene Haus“, das Unterricht und Sammlung transparent macht und die Zirkulation zwischen den Fächern erlaubt. Das neue ein- bis zweigeschossige Unterrichtszentrum bietet sowohl geschlossene Räume für das nach innen konzentrierte Lernen als auch Räume, die zur großzügigen Bewegungsfläche hin offen sind und so das Lernen und die Sammlung einsehbar machen. Dadurch entseht ein Nebeneinander von geschlossenen und offenen Räumen, das sowohl den Anforderungen an konzentriertes Lernen als auch der Methodik der fächer- und jahrgangsübergreifenden Kommunikation gerecht wird. Über großflächige Verglasungen der Flurfassaden in Bereichen der „offenen“ Räume wird diese Transparenz auch nach außen weitergetragen.

Über eine Verlängerung der bestehenden Schulstraße gelangen die Nutzer direkt in das hohe, licht durchflutete Foyer des neuen Unterrichtszentrums. Dort ist das Herzstück des Gebäudes, von dem aus alle Fachbereiche erschlossen werden. Als kommunikativer Mittelpunkt bietet er Möglichkeiten zum Austausch und Aufenthalt. Die Sammlungen in den großzügigen Glasvitrinen geben dem Raum eine angenehme Atmosphäre, die den Bezug zur Naturwissenschaft herstellen. Die mobilen „Flightcases“, die unterschiedliche Projektmaterialien enthalten, ermöglichen die Nutzung des Foyers als zusätzlichen Lernraum. Die Möglichkeit der Öffnung zum benachbarten Unterrichtsraum lässt zudem eine erweiterte Nutzung bei Feierlichkeiten oder ähnlichem zu.

Konstruiert ist der Neubau als Stahlbetonkonstruktion aus Wänden, Stützen und Halbfertigteil-Flachdecken. Im Bereich des Foyers bleibt die Holzbalkendecke aus Brettschichtholzträgern sichtbar und verschafft dem Raum eine angenehm warme Atmosphäre. Die profilierten Aluminiumplatten, die das Gebäude nach außen hin abschließen, changieren durch ihren Perlmutteffekt je nach Blickwinkel und Lichtverhältnisse von hellgrün bis lila und erzeugen so eine differenzierte und lebendige Fassade.