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Das offene Klassenzimmer
Forschungsprojekt am Fachbereich Architektur der FH Aachen

Die anhaltenden Diskussionen über die fehlende Bildungsqualität in Deutschlands Schulen waren Anstoß zu unserer Forschungsarbeit. PISA, OECD und andere Studien bestätigten die Dringlichkeit der Änderungen in der Schulausbildung von Deutschlands Kindern und Jugendlichen. Die Architektur spielte allerdings – anders als in den sechziger Jahren – vorerst keine Rolle in der Debatte. Allmählich setzt diesbezüglich ein Umdenken ein und eine Betrachtung der räumlichen Anforderungen von Schulen erfährt ein größeres Interesse.

Aktuelle pädagogische Konzepte schreiben dem selbstständigen Arbeiten der Schüler einen immer höheren Stellenwert zu. Sie forcieren individuelle Förderung und proklamieren einen klassen- und altersübergreifenden Unterricht. Der Wandel der Lehr- und Lernkonzepte und der damit verbundene Ausbau der Ganztagsschulen erfordern ein spezifisches räumliches Angebot. Bei der Gestaltung des ganztägigen Unterrichts müssen Aspekte wie Freizeit, Bewegung, Entspannung und Ruhe Bestandteil des Schulalltags werden.

Auf dieser Grundlage formulierten wir folgende Forschungsthese:
Die Forderung der Pädagogik nach mehr selbständiger Arbeit und mehr individueller Förderung erfordert eine neue Definition und Organisation von Information, Wissensvermittlung, Experiment und Austausch. Letztlich basieren die neuen pädagogischen Konzepte auf einer neuen Kommunikationsstruktur. Als erste Ansätze einer räumlichen Unterstützung dieser neuen Kommunikationsstruktur haben wir Diagramme entwickelt, die die veränderte Positionierung von Lehrern und Schülern und die Positionierung von Informationen zeigen.

Das Forschungsprojekt wurde 2005 von Prof. Dipl.-Ing. Frank Hausmann und von Florence Verspay (Pfaff) am Lehrgebiet Entwerfen, Gebäudelehre und CAAD am Fachbereich Architektur durchgeführt. Diese Arbeit stellt eine wichtige Grundlage für die Projektierung von Schulen in unserem Büro dar.


Schulentwicklung

Die Teilnahme an vielen Wettbewerbsverfahren für Schulen und Bildungsbauten und die Projektierung von diversen Schulen in unserem Büro haben sehr deutlich gezeigt, dass Planungsprozesse häufig auf einer Grundlage starten, die lediglich Notwendigkeiten abbildet und zeitgemäßes Lernen nicht ermöglichen kann.
Die in den meisten Fällen fehlende Abstimmung mit den Nutzern stellt ein weiteres Defizit dar, das den weiteren Planungsprozess und nicht zuletzt das Ergebnis erheblich beeinträchtigen kann.

Diese Situation wird auch in der öffentlichen Diskussion um Schulentwicklung thematisiert. Vor diesem Hintergrund sehen wir eine vor der eigentlichen Projektierung vorgeschaltete Auseinandersetzung mit dem Ziel einer strategischen und programmatischen Konzeption als „Phase 0“ bei der Entwicklung von Schulstandorten als erforderlich. In Einzelfällen haben wir dies in Form von Machbarkeitsstudien bereits mit einer guten Resonanz praktiziert.

Neben der Moderation und Integration aller Beteiligter von Anfang an und der Abwicklung eines abgestimmten Prozesses steht für uns die Entwicklung einer nachhaltigen und wirtschaftlichen Lösung im Mittelpunkt. Ziel dieser Konzeption ist eine größere Leistungsfähigkeit, verbesserte Kommunikation und eine effiziente Organisationsstruktur zu entwickeln, die Kosten und Arbeitsprozesse optimiert.
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