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sinai

Platz des 9. November, Berlin

© sinai
© sinai
Ort
Berlin
Gebäudekategorie
Plätze, Spielplätze
Jahr der Fertigstellung
2011
Ort Berlin
Fertigstellung 2011
Bauherr Land Berlin, Senatsverwaltung f. Stadtentwicklung,
Abteilung Stadt- und Freiraumplanung, IC3 Landschaftsbau
Leistung LPH 2-9
Mehrfachbeauftragung 2009, Gewinner
Umsetzung Planung 2009-2010
Bauausführung 2010
Bauvolumen 0,3 Mio. €
Fläche 1.350 m²
Projektpartner
Fachliche Begleitung Stiftung Berliner Mauer
Bildergalerie Konzept/Realisierung Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart e.V.
Gestaltung gewerk GmbH 6 Co.Kg, Berlin

Moment für Moment
In der Erinnerung besteht die Substanz des 9. November 1989 aus der Abfolge starker Einzelmomente. In den Belag eingelassene Zitate rufen diese emotional belegten Augenblicke und Ereignisse wieder auf.

Der Grünzug an der Bornholmer Straße gilt als der Ort an dem die Mauer fiel. Am nordseitigen Fuß der Bösebrücke ist ein Erinnerungsraum für den 9. November 1989 entstanden, ein Erinnerungsraum für einen Tag also. Die Platzgestaltung nähert sich dem „Moment“ als historische Zeiteinheit und als Erinnerungsmotiv. Die  starken Momente dieses Tages prägen den Ort, die Bedeutung des Augenblicks der ersten Grenzüberschreitung von Ost nach West wird bewahrt.
Der langgestreckte, sich in der Mitte verengende Raum weitet sich in West und Ost. Er ist durchzogen mit senkrecht auf das Relikt der Mauer ausgerichteten Stahlbändern, die den Raum mit einer Taktung von Ost nach West, proportional der Chronologie der Momente am 09.11.1989 durchziehen. Von Osten her verdichten sich einzelne, im Herbst blühende Kirschbäume zu einem Hain mit  fast bedrängender Enge. Der Raum zwischen diesem und der Brückenbastion wird als zentraler Ort der geschichtlichen Information mit beweglichen Bildträgern ausgestattet.