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ACMS Architekten

Variowohnen Bochum

Illustrator: Rendertaxi, Aachen
Illustrator: Rendertaxi, Aachen
Ort
Bochum
Gebäudekategorie
Wohnheime
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2019
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, BMUB, hat im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau im November 2015 ein Modellvorhaben zum nachhaltigen und bezahlbaren Bau von Variowohnungen aufgelegt.

Das Ziel des Förderprogramms ist es, den Wohnungsmarkt in Ballungsgebieten zu entspannen und in Zukunft bezahlbaren Wohnraum für Studierende, Auszubildende, Rentner und Flüchtlinge anbieten zu können. Um das zu erreichen, sollen die Wohnungen nutzungsneutral sein und eine geringe Warmmiete haben. Mit dem Programm möchte die Bundesregierung architektonische, bauliche und technische Innovationen erproben, begleiten und auswerten.

Das BMUB fördert mit dem Programm "Variowohnen" Wohnungen, die neben einem Individualraum über eine kleine Küche und ein Bad mit WC verfügen, dies wird als ein Wohnplatz betrachtet. Dabei soll der Individualraum mindestens 14 m² groß sein, jedoch die gesamte Fläche eines Einzelapartments 20 m² nicht überschreiten. Die gesamte geförderte Wohnfläche inkl. anteiliger Gemeinschaftsflächen außerhalb der Wohnung beträgt 30 m² je Wohnplatz. Maximal vier Wohnplätze können zu einer Wohneinheit zusammengefasst werden mit individuellen bzw. Gemeinschaftsbädern und einer Küche. Durch eine modulare Bauweise, serielle Elemente und Vorfertigung kann die Bauzeit für das Projekt in Bochum um ca. 10 Monate verkürzt werden.

Mit den in Bochum geplanten Neubauten wird ein ehemaliges Bergbaugelände revitalisiert. Die Gebäude sind im Passivhausstandard geplant und werden nach DGNB Kriterien zertifiziert: Zu- und Abluft mit Wärmerückgewinnung, Kaskadenlüftung, BHKW und PV-Anlagen auf den Dächern. Die raumabschließende Gebäudehülle wird als nichttragende, hochwärmegedämmte und luftdichte Außenwand in Form von vorgefertigten Holzbauelementen vor die Rohbaukonstruktion montiert. Als Außenwandbekleidung ist eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade aus unterschiedlichen Materialien vorgesehen. Die Ausführung in Passivhausqualität übertrifft die derzeitigen Vorgaben der Energieeinsparverordnung EnEV und ermöglicht den Nachweis als KfW-Effizienzhaus 40 Plus. Dieses Projekt erfüllt viele der Förderkriterien und wurde daher vom Fördergeber als herausragendes Modellvorhaben eingestuft.